Kratzresistente Beschichtungen
Kratzfeste Beschichtungen werden vor allem bei transparenten Kunststoffen (PMMA, PC, PS, PET) benötigt, wobei herkömmliche, auf Hartlacken basierende Schichten oft ungeeignet oder zu teuer sind.
Am Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung wurden kratzfeste Schichten entwickelt, die als dünne, hochvernetzte, und deshalb harte Schichten durch Plasmapolymerisation aus der Gasphase abgeschieden werden. Sie eignen sich aufgrund ihrer geringen Dicke (bis einige mm) vor allem für den Einsatz im Bereich leichter und mittlerer Kratzbelastungen, wo sie gegenüber Schichten, die mit anderen Verfahren hergestellt werden, Kostenvorteile bieten. Vorteil des Verfahrens ist weiterhin die Flexibilität im Hinblick auf die Materialanpassung, die Konturnachbildung, die Verkleb- und Verschweißbarkeit und die Möglichkeit der Kombination mit anderen Schichtfunktionen (z.B. definierte Oberflächenenergie). Das Verfahren ist grundsätzlich für beliebig dimensionierte Substrate (Displays oder Fenster) geeignet.
Die Beschichtungskosten liegen für personalintensive Kleinteile (z.B. Handydisplays) im Bereich von 50 – 150 € / m2.
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Kratzschutzschicht auf einer Polycarbonatscheibe. Die als Buchstaben erkennbaren Bereiche sind unbeschichtet und nach der Behandlung mit einem Schwamm sichtbar stärker angegriffen als die beschichteten Bereiche.
Im Rahmen seiner Funktion als Dienstleister im Technologietransfer bietet das IFAM Bremen seine Ressourcen für die Bearbeitung der oben genannten industriellen Fragestellung bis zur Serie an. Unser Service umfaßt Beratung, Prozeßentwicklung, Bemusterung und industrielle Einführung durch Pilotanlagenbau.
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