Plasmapolymerisation
 

Die Plasmapolymerisation ist ein Verfahren, bei dem sich gasförmige Monomere, angeregt durch ein Plasma, auf frei wählbaren Substraten als hochvernetzte Schichten niederschlagen. Voraussetzung für diesen Prozeß ist das Vorhandensein von kettenbildenden Atomen wie Kohlenstoff, Silicium oder Schwefel im Arbeitsgas. Da die Monomermoleküle im Plasma  zum großen Teil zu reaktiven Teilchen "zerschlagen" werden, bleibt die chemische Struktur des Ausgangsgases im Produkt höchstens partiell erhalten, was Vernetzung und ungeordnete Struktur (s. Abb.) zur Folge hat. Strukturerhalt und Vernetzungsgrad lassen sich über Prozeßparameter wie Druck, Arbeitsgasfluß und eingespeiste elektrische Leistung steuern, so daß man auch sog. Gradienten-Schichten aufbauen kann, die z.B. einen über die Dicke zunehmenden Vernetzungsgrad aufweisen.


Vergleich des strukturellen Aufbaus von Plasmapolymeren und konventionellen Polymeren

Aus diesem Entstehungsmechanismus von Plasmapolymeren ergeben sich besondere Schichteigenschaften, die sie für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet machen:

  • hervorragende Schichthaftung auf fast allen Substraten
  • chemische, mechanische und thermische Stabilität
  • hohe Barrierewirkung

  • Als Anwendungen plasmapolymerer Beschichtungen ergeben sich:
     

  • kratzresistente Beschichtungen
  • Korrosionsschutz
  • antihaftende, schmutzabweisende Beschichtungen
  • Barriereschichten
  • Weitere Anwendungen sind am IFAM in Vorbereitung.

    Im Rahmen seiner Funktion als Dienstleister im Technologietransfer bietet das IFAM Bremen seine Ressourcen für die Bearbeitung der oben genannten industriellen Fragestellung bis zur Serie an. Unser Service umfaßt Beratung, Prozeßentwicklung, Bemusterung und industrielle Einführung durch Pilotanlagenbau.



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    Dr. Alfred Baalmann

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