Was ist ein Plasma?
 

Unter einem Plasma, auch der vierte Aggregatzustand genannt, versteht man ein (teil-) ionisiertes Gas in dem neben neutralen Gasmolekülen und -fragmenten auch freie Elektronen und Kationen vorkommen, und welches somit leitend ist. Hinzu kommt eine große Anzahl angeregter Molekülzustände, die unter Abgabe von elektromagnetischer Strahlung zum Grundzustand zurückkehren, was zum charakteristischen Leuchten des Plasmas führt.

Die bei der Entstehung eines Plasmas benötigte Energie kann sehr unterschiedliche Quellen haben. So kommen in der Natur Plasmen z.B. auf der Sonne vor, sowie in Blitzen und Flammen, aber auch in den als Nordlicht bezeichneten atmosphärischen Phänomenen. Die weitaus häufigste Art der technischen Erzeugung von Plasmen ist die gezielte Einstrahlung von elektrischen Feldern. Je nach verwendeter Frequenz unterscheidet man dabei zwischen Wechselstrom (50 Hz), Audio (KHz)-, Radio (MHz)- Frequenz oder Mikrowellenplasmen (GHz). Technisch genutzt werden Plasmen z.B. in Leuchtstoffröhren und in jüngerer Zeit vor allem in der Oberflächentechnik.

Eine gängige Unterscheidung von Plasmen ist die Aufteilung in heiße (thermische) und kalte (nichtthermische) Plasmen:
 

Sowohl die Atmosphärendruck-Plasmatechnik als auch die Niederdruck-Plasmatechnik werden am Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in der Oberflächentechnik eingesetzt, wobei die prinzipielle Wirkungsweise dabei stets dieselbe ist.
 

Im Rahmen seiner Funktion als Dienstleister im Technologietransfer bietet das IFAM Bremen seine Ressourcen für die Bearbeitung der oben genannten industriellen Fragestellungen bis zur Serie an. Unser Service umfaßt Beratung, Prozeßentwicklung, Bemusterung und industrielle Einführung durch Pilotanlagenbau.



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